Kapitalmarktbericht 2025
20. Januar 2026

Das Jahr, in dem die Märkte aufhörten zu träumen – und begannen, sich zu erinnern
Als das Jahr 2025 begann, war die Welt im Wunschdenken. Inflation schien besiegt, Zinssenkungen galten als sicher, künstliche Intelligenz versprach Produktivitätswunder. Die Finanzmärkte erzählten sich die Geschichte vom sanften Übergang – von der Krisenbewältigung zurück zur Normalität. Viele Investoren wollten glauben, dass die Turbulenzen der vergangenen Jahre ein Ausrutscher gewesen seien. Eine Phase, kein Zustand.
Doch 2025 wurde nicht das Jahr der Entspannung. Es wurde das Jahr der Ernüchterung.
Schon in den ersten Wochen zeigte sich, dass die Realität sich nicht an Erzählungen hält. Die Inflation ging zurück, aber zäh. Dienstleistungen blieben teuer, Löhne stiegen weiter, Energie war volatil. Trotzdem griffen Investoren nach Risiko, als wäre das billige Geld nur kurz verschwunden. Aktien stiegen, vor allem Technologie. Anleihen stabilisierten sich. Hoffnung war wieder handelbar.
Fast unbemerkt sendeten zwei Vermögenswerte ein irritierendes Signal: (mehr …)














